| Phosphatidylserin – essentiell für das Gehirn - wichtig für
den Sportler
Bei Phosphatidylserin handelt es sich um ein natürliches Phospholipid,
welches im gesamten Körper, konzentriert jedoch im Gehirn und Zentralnervensystem
vorkommt. Phosphatidylserin ist ein lebenswichtiger Nährstoff für
die Hirnzellen und spielt eine zentrale Rolle bei deren Signalübermittlung.
Es unterstützt Gehirnzellen dabei, Informationen zu speichern und abzurufen.
Phosphatidylserin wird mit der Nahrung zugeführt oder im Körper selbst
gebildet.
Ein Mangel bedeutet geringere Leistungsfähigkeit der Hirnzellen, und damit
reduzierte Gedächtnisfähigkeit und Konzentrationsstörungen. In
Untersuchungen wurde festgestellt, dass ältere Menschen eine geringere
Produktion und somit einen Mangel an Phosphatidylserin aufweisen, wodurch der
Stoff einer der Schlüssel beim Auftreten des Verlusts der Merk- und geistigen
Leistungsfähigkeit im Alter ist.
Bei einer Phosphatidylserin-Unterversorgung funktioniert die Signalübertragung
im Gehirn nicht mehr optimal. Das Gehirn muss zur Kompensation ein viel höheres
Aktivitätsniveau fahren. Dies geschieht über die vermehrte Freisetzung
von Stresshormonen mit den damit verbundenen Nachteilen.
Phosphatidylserin-Mangel
Warum aber ist die Versorgung von vielen Menschen – sogar von Kindern
– oft nicht mehr ausreichend? Die Antwort klingt paradox: Wir ernähren
uns gesund, haben gelernt, fett- und cholesterinhaltige Nahrungsmittel zu reduzieren
und verzichten immer öfter auf Innereien (Leber, Niere, Milz) und Wurstwaren.
Doch genau diese Lebensmittel sind reich an Phosphatidylserin. Die (eigentlich
sinnvolle) fett- und cholesterinreduzierte Ernährung führt dazu, dass
die notwendige Zufuhr von 200 bis 300 Milligramm Phosphatidylserin pro Tag in
vielen Fällen nicht mehr gewährleistet ist.
Phosphatidylserin und kognitive Leistungsfähigkeit
Die positive Wirkung von Phosphatidylserin auf die kognitive Leistungsfähigkeit
wurde bereits in mehr als 30 internationalen Studien belegt. Ab dem vierzigsten
Lebensjahr beginnt der natürliche Alterungsprozess des Gehirns. Im höheren
Alter kommt es zu Störungen sämtlicher physiologischer und biochemischer
Zellfunktionen. Diese altersbedingte Hirnleistungsminderung wird von der American
Psychiatric Association und der American Psychological Association als Age Related
Cognitive Decline (ARCD) und Age Associated Memory Impairment (AAMI) definiert.
Ältere Patienten, die Phosphatidylserin einnahmen, konnten signifikante
Verbesserungen in mentaler Leistung, Verhalten und Stimmung vorweisen. Die tägliche
Zufuhr von 100-300 Milligramm Phosphatidylserin führt zu einer Verbesserung
der Merk- und Lernfähigkeit, erhöht die Aufmerksamkeit und steigert
das Konzentrationsvermögen. Diese Wirkung liess sich bisher nur mit Phosphatidylserin
und nicht mit anderen Phospholipiden nachweisen.
Phosphatidylserin und Stressprävention
Auch Stressreaktionen können durch eine Unterversorgung von Phosphatidylserin,
dem wichtigsten Signalüberträger für das Nervenzellennetzwerk
im Gehirn, hervorgerufen werden. Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsschwächen
und Vergesslichkeit sind die häufigen Folgen, die sich gerade am Arbeitsplatz
und in der Schule äusserst ungünstig auswirken können. Mentaler
Stress tritt auf und die enorme Informationsflut unserer modernen Arbeitswelt
lässt sich nicht mehr bewältigen. Eine tägliche Zufuhr von 100-300
Milligramm Phosphatidylserin steigert die Merk- und Lernfähigkeit sowie
auch die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit. Das Gehirn arbeitet
konzentrierter, flexibler und effektiver.
Überaktive Kinder
Phosphatidylserin-Mangel führt zu Unaufmerksamkeit und Konzentrations-Störungen.
Das kann zu Überaktivität bei Kindern führen, unter der bereits
zehn Prozent aller Schulkinder leiden.
Aufmerksamkeits-Defizite
Aufmerksamkeits-Defizite betreffen ca. 3-5% der Schulkinder, wobei diese Zahl
regional sehr schwanken kann. Sie sind gekennzeichnet durch altersunangemessene
Impulsivität, Konzentrationsmangel und manchmal Überaktivität.
Darüber hinaus kommen Lern- und soziale Anpassungsschwierigkeiten vor.
Bei jüngeren Menschen und sogar bei Kindern kommt es offensichtlich häufig
zu Engpässen in der körpereigenen Produktion von Phosphatidylserin.
Ist der Phosphatidylserin-Spiegel im Gehirn zu niedrig, wirkt sich das negativ
auf die Signalübertragung aus. Um diesen Unterschied im Hirn-Aktivitätsniveau
wieder auszugleichen, werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet. Führt
man dem Gehirn genügend Phosphatidylserin zu, funktioniert die Signalübertragung
im Gehirn wieder auf normalem Weg.
In einer Studie mit ADS-Kindern zeigte Phosphatidylserin in 92% der Fälle
eine deutliche Verbesserung.
Stimmungsschwankungen
Niedrige Werte von Phosphatidylserin im Gehirn werden mit verschlechterter
mentaler Funktion und Stimmungstiefs in Zusammenhang gebracht. Diese Symptome
findet man häufig bei älteren Menschen, bei denen eben oft eine ausreichende
Versorgung mit Nährstoffen nicht mehr gewährleistet ist.
Alterungsprozess
Das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit ist ein ganz normaler
altersbedingter Vorgang. Tatsache ist ausserdem, dass sich die Fähigkeit,
alltägliche Gedächtnis- und Denkaufgaben auszuführen, bei einem
gesunden Erwachsenen über die Dauer seines Lebens um bis zu 50% verschlechtern
kann. Der Rückgang der geistigen Fähigkeiten wirkt sich bei vielen
älter werdenden Menschen, die ihre Lebensqualität hierdurch eingeschränkt
sehen, negativ auf Stimmung und Verhalten aus. Gerade bei Menschen, die aufgrund
nachlassender kognitiver Fähigkeiten bestimmte Aufgaben des täglichen
Lebens nicht mehr bewältigen können, führt dies häufig auch
zu Veränderungen der Persönlichkeit, geringer Selbstachtung und Zurückgezogenheit.
Als wichtiger Nährstoff für das Gehirn kann Phosphatidylserin den
altersbedingten Abbau der kognitiven Fähigkeiten zum Teil deutlich mildern.
Mindestens ein Dutzend Studien ergaben eine signifikante Verbesserung von Lernfähigkeit,
Gedächtnisleistung, Konzentrationsfähigkeit und Abrufbarkeit von Gedächtnisinhalten.
Sportliche Leistungsfähigkeit
Der Golfsport stellt hohe Anforderungen an das psycho-neuromuskuläre System
und bietet sich deshalb als Referenzsportart stellvertretend für andere
Sportarten mit ähnlichen Voraussetzungen an. Eine Pilotstudie „Golfspezifische
Leistung und Supplementation“ untersuchte die Auswirkungen einer sechswöchigen
Verabreichung von Phosphatidylserin auf die golfspezifische Leistungsfähigkeit.
Studienteilnehmer waren 33 Golfer im frühen Erwachsenenalter. Die golfspezifische
Leistungsfähigkeit beim vollen Golfschwung, beim Puttspiel und die emotionale
Verarbeitung von Stress wurden mittels Scores, Ballflugkurven, Bodenreaktionskräfte,
Schlägerführung, visuellen Analogskalen und einer Befindlichkeits-Skala
gemessen. Phosphatidylserin verbesserte die golfspezifische Leistungsfähigkeit
durch Minderung der negativen Stresswirkung.
Dosierung
Die übliche Phosphatidylserin-Anfangsdosis liegt bei 300 mg; nach einem
Monat genügt im Allgemeinen für die Gesundheitsvorsorge eine tägliche
Unterhaltungsdosis von 100 mg. Wissenschaftlichen Studien zeigen erste Verbesserungen
am Ende des ersten Monats nach Beginn der Einnahme. |